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Angedacht

Bridget Driscoll gilt als die erste Verkehrstote durch einen Autounfall. Heute vor 130 Jahren war die 44-jährige am 17. August 1896 in London auf dem Weg zu einer Tanzveranstaltung. Beim Überqueren einer  Straße erwischte sie eines der noch äußerst seltenen Automobile mit dem Kotflügel. Sie konnte noch "Help!" schreien, bevor sie zu Boden gerissen wurde. Der Unfall erregte die Gemüter. Denn kurze Zeit vorher waren Bestimmung im „Lokomotive Act“ (der englischen Straßenverkehrsordnung) aufgehoben worden. Bis dahin musste vor jedem Motorwagen ein Fußgänger hergehen und zur Warnung eine rote Flagge (red Flag) tragen. Durch den Wegfall dieser Regelung war das bisherige Tempolimit von maximal 4 Meilen (~ 6,4 km/h) nicht mehr nötig. Die neue Regelung ließ je nach Gewichtsklasse eine Höchstgeschwindigkeit von 5 bis 12 Meilen pro Stunde zu. Der Unglücksfahrer verteidigte sich: Er sei nur wenig über sechs Stundenkilometer gefahren, habe seine Glocke geläutet und laut "Stand Back!" - "Aus dem Weg!" – geschrien. Der Richter sprach ihn frei und fügte hinzu, er hoffe, dass sich ein solch tragisches Ereignis niemals wieder ereignen möge.

Was bin ich froh, dass sich die Gesetze seit damals deutlich verändert haben. Man stelle sich nur einmal vor, das ganze Straßennetz Deutschlands wäre eine große 20er Zone. Zum Glück werden Regelungen den sich verändernden Gegebenheiten angepasst und modifiziert. Und das ist nötig in einer sich immer schneller verändernden Welt. Ordnungen müssen dem Leben dienen und sollen es nicht behindern. 

Was für unsere menschlichen Verordnungen gilt, trifft auf die göttlichen Lebensregeln nicht zu. Die gelten unabhängig vom Wandel der Zeit und dem jeweiligen Zeitgeist. Mose hat sie im Auftrag Gottes aufgeschrieben, zu einer Zeit, als noch niemand an Umweltverschmutzung, Tempolimit, Fahrverbote und Elektroautos gedacht hat. Das schnellste Fortbewegungsmittel das Mose kannte, waren vermutlich die 2-PS-Streitwagen des Pharao. 

Die 10 Gebote sind und bleiben Gottes gültige Lebensordnung für die Menschen, die er liebt. Sie ermöglichen ein Leben in Freiheit, Würde und gegenseitiger Achtung. Gott schützt mit den Geboten das was ihm wichtig ist. Das Leben, die Liebe, die guten Beziehungen, etc. Deshalb ist es regelrecht tragisch, wenn Gottes Lebenshilfen nicht mehr beachtet werden. Denn es ist wie bei den Naturgesetzen – sie gelten, auch wenn man nicht daran glaubt. Und wer sich nicht daranhält, schadet sich selbst und anderen. 

Geborgenes Leben gibt es nur in der Beziehung zum Schöpfer.
Gedeihliches Leben gibt es nur im Freiraum seiner Weisung. 
Gelingendes Leben gibt es nur im Rahmen seiner guten Ordnungen. 
Und die hat der Schöpfer selbst für alle Zeiten festgelegt. 

Wer die immer gültigen Lebensordnungen Gottes übertritt, schadet sich und anderen. Das Ignorieren der 10 Gebote führt zu Egoismus, Bashing, Mobbing, Misstrauen, Neid und all dem, was die Freude am Leben nimmt. Man stelle sich dagegen nur einmal diese Welt vor, wenn sich jeder immer und überall an die „10 großen Freiheiten“ halten würde. 

Wie gut, dass Gottes großes An-Gebot jedem von uns gilt. Jesus Christus vergibt die Rebellion gegen Gottes Ordnungen. Und schenkt jedem, der es will, gelingendes, gesegnetes und ewiges Leben. 

ernst günter wenzler